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Die Anforderungen an die Heizungsanlage

Zu den wirksamsten Maßnahmen, um Energie zu sparen und Emissionen zu vermindern, zählt der Austausch veralteter Wärmeerzeuger. Der Gesetzgeber hat verschiedene Bestimmungen erlassen, die den Austausch alter Heizkessel fordert, die ein bestimmtes Alter überschritten haben. Neben den Forderungen der EnEV gelten auch die Forderungen der Bundes- Emmisionsschutzverordnung (BImSchV), die Grenzwerte für Abgasverluste festlegt. diese Anforderungen sind in den meisten Fällen nur mit einem Austausch der alten Anlage möglich.

 

Austausch alter Heizkessel gemäß EnEV:

Öl- und Gas-Heizkessel, die vor dem 1.10.1978 eingebaut wurden, müssen bis zum 1.12.2006 außer Betrieb gesetzt werden. Wenn der Brenner nach dem 1.11.1996 erneuert worden ist oder der Kessel soweit optimiert wurde, dass die vorgeschriebenen Abgaswerte eingehalten werden, verlängert sich die Austauschfrist bis zum 31.12.2008. Anlagen, die bereits mit Brennwert- oder Niedertemperaturkessel ausgerüstet sind, sind von der Verlängerungsklausel ausgeschlossen. Dies gilt auch für Systeme, deren Nennleistung unter 4 KW oder über 400 KW beträgt. Weitere Ausnahmeregelungen gelten auch für Kessel, die zur reinen Warmwassererzeugung dienen, oder mit festen Brennstoffen befeuert werden.

 

Austausch alter Heizkessel gemäß der BImSchV:

Die BImSchV legt folgende Abgas-Verlust-Grenzwerte fest:

 

 Nennwärmeleistung des  

 Heizkessels in Kilowatt 

 zulässiger Höchstwert  

 des Abgasverlustes 

 über 4 bis 25

 11 %

 über 25 bis 50

 10 %

 über 50

 9 %

 

Diese Höchstwerte müssen alle bestehenden Gas- und Ölfeuerungsanlagen nach bestimmten Übergangsfristen einhalten. Es ist abhängig von den Einstufungsergebnissen, die der Schornsteinfeger zwischen 1997 bis 1999 durchgeführt hat, wann die Fristen ablaufen. Grundsätzlich ist zu beachten: Je höher die gemessenen Abgasverluste und die Nennwärmeleistung des Kessels, desto kürzer sind die Übergangsfristen.

 

Dämmung von Rohrleitungen gemäß EnEV:

Dämmung von Rohrleitungen, Wärmeleitungen und Warmwasserleitungen, die nicht gedämmt und leicht zugänglich sind, müssen wenn sie in unbeheizten Räumen verlaufen, bis zum 31.12.2006 nachträglich gedämmt werden (EnEV Anhang 5).

 

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

 

Zeile

 Art der Leitungen/Armaturen 

Mindestdämmstärke, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/mK 

 1

Innendurchmesser bis 22mm

20mm 

 2

Innendurchmesser über 22mm bis und bis 35mm

30mm 

 3

Innendurchmesser über  35mm und bis 100mm 

gleich Innendurchmesser

 4

Innendurchmesser über 100mm

100mm

 5

Leitungen und Armaturen nach den Zeilen 1 bis 4 in Wand- und Deckendurchbrüchen, im Kreuzungsbereich von Leitungen, an Leitungeverbindungsstellen, bei zentralen Leitungsnetzverteilern

1/2 der Anforderungen der Zeilen 1 bis 4 

 6

Leitungen von Zentralheizungen nach den zeilen 1 bis 4, die nach Inkrafttreten dieser Verordnung in Bauteilen zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer gelegt werden 

1/2 der Anforderungen der Zeilen 1 bis 4

 7

Leitungen nach Zeile 6 im Fußbodenaufbau 

6mm 

 

Bei Leitungen und Armaturen in Wand- und Deckendurchbrüchen, im Bereich von Leitungskreuzungen und -verbindungen usw. sind die Anforderungen an die Dämmschichtdicke jeweils halb so hoch. Bei Materialien mit anderen Wärmeleitfähigkeiten als 0,035 W/mK sind die Mindestdicken der Dämmschichten entsprechend umzurechnen.

 

Weitere EnEV-Anforderungen an die Heizungsanlage:

 

<typolist>

Neu eingebaute Wärmeerzeuger müssen das CE-Kennzeichen tragen.

Es dürfen nur Niedertemperatur- oder Brennwertkessel verwendet werden. Standardkessel sind nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Die Heizungen müssen außentemperaturabhängig arbeiten. Ferner sind Einrichtungen zur raumweisen Raumtemperatur vorgeschrieben (Thermostatventile).

Bei Kesseln von Zentralheizungen mit einer Leistung über 25 kW müssen Umwälzpumpen in der Lage sein, in drei Stufen die elektrische Leistungsaufnahme selbstständig zu regeln.

Neu eingebaute Zirkulationspumpen zur Warmwasserversorgung müssen sich selbstständig ein- und ausschalten können.

</typolist>

 



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